Vor Ort aktiv

Das Jakoberhaus

WARUM DIESES BUCH ENTSTAND

Das sogenannte „Jakoberhaus“ steht in Hagenbüchach im Landkreis Neustadt/Aisch. Hagenbüchach ist eine kleine Gemeinde mit jetzt 1.300 Einwohnern und das Jakoberhaus ein schlossähnliches, stolzes Gebäude. Es passt also eigentlich nicht in ein ländlich geprägtes Örtchen und schon gar nicht in ein bäuerliches Dorf Anfang des 20. Jahrhunderts. Auf der Spurensuche nach den Gründen dieser außergewöhnlichen Standortwahl stieß der Autor Bertram Schacher auf die Deportation von circa 100 Kärntner Slowenen, die 1942/43 dort interniert und zum Arbeitsdienst gezwungen wurden. Nicht nur bei hiesigen Historikern, sondern auch bei den Einwohnern Hagenbüchachs stieß der Autor auf großes Nichtwissen bzw. Nichtwissenwollen – aus den unterschiedlichsten Gründen. Angestachelt vom Schweigen der einheimischen Zeitzeugen machte er sich auf den Weg nach Kärnten und sprach dort mit fünf Betroffenen, die damals in das Lager Hagenbüchach verbracht wurden. Das Schicksal dieser Menschen und das Leiden, das heute noch zu spüren ist, hat Bertram Schacher derart tief angerührt, dass er beschloss, das Schicksal der Kärntner Slowenen im deutschen Raum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jedenfalls soweit dies in seiner Macht steht. Er entschied sich für die Romanform, um möglichst viele Leserinnen und Leser zu erreichen, hat jedoch alle historischen Begebenheiten penibel recherchiert und - soweit ihm bekannt - auch die bisher einzige Liste erstellt, auf der alle ca. 1.100 Deportierte mit Namen, Vulgonamen, Lager, Herkunftsort etc. zusammengefasst sind. Das Buch befasst sich jedoch nicht nur mit der Deportation von Menschen im 2. Weltkrieg, sondern beschäftigt sich auch mit dem faschistischen Gedankengut und dem Populismus damals wie heute und stellt den Bezug zur aktuellen politischen Situation in Deutschland, Österreich und Europa her.

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MEINE GUTE IDEE FÜR PUSCHENDORF

MEHR GELEBTE BÜRGERBETEILIGUNG

  • Die Grundwerte „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ dürfen nicht nur formal gelten, sondern müssen real umgesetzt werden.
  • Es gilt, den Rahmen für Märkte zu setzen und nicht umgekehrt.
  • Dies ermöglicht ein qualitatives Wachstum, bei dem nicht nur zählt wie viel, sondern auch was wächst.
  • Als vorsorgender Sozialstaat ist es seine Aufgabe, Lebensrisiken möglichst zu verhindern und Chancengleichheit für alle sicherzustellen.
  • Lebendige Demokratie in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft braucht Räume für Gemeinschaftssinn, gelebte Solidarität und gesellschaftliche Selbstbestimmung.

Wenn Sie das auch so sehen und bei diesen wie anderen wichtigen Themen mitreden wollen, dann machen Sie mit! Bestimmen Sie im Rahmen der Aktion „Meine gute Idee für Puschendorf“ im Kleinen, welche Richtung und positive Entwicklung unser Dorf in Zukunft nehmen soll.

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Ehrenamtspreis der SPD Puschendorf

Der Preis

Der Preis wird seit 2006 vergeben. Er würdigt öffentlich eine Gruppe, Organisation oder Einzelperson für deren herausragendes ehrenamtliches Engagement in und für Puschendorf.

Der Preis ist mit 365 Euro dotiert und ist gestiftet von Bertram Schacher, SPD-Ehrenvorsitzender Puschendorf.

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Ortsgespräch: Unsere Zeitung für Puschendorf

Ortsgespräch Titel allgemein-2

Neuigkeiten aus und um Puschendorf finden Sie regelmäßig in unserer Zeitung ortsGespäch. Viel Spaß beim Schmökern.

Den Toten ein Gesicht geben

Castelnuovo Berardenga 4. Juli 1944

Am Morgen des 4. Juli werden zwei Deutsche, die wahrscheinlich mit einem Aufklärungsauftrag unterwegs waren, von einigen Partisanen am Gutshof Pancole dabei überrascht, wie sie Aprikosen vom Baum pflücken und essen. Die Partisanen gehören zur Gruppe des Unterleutnants Uliano Grilli, die eine Abteilung des Raggruppamento Monte Amiata unter dem Hauptmann Croci ist. Es kommt zu einem Feuergefecht, aber die beiden Deutschen können sich in Sicherheit bringen, indem sie den nahen Bach Ambra überqueren und zum Gutshof Fornaci zurückkehren, wo eine Patrouille der Division „Hermann Göring“ einquartiert ist. Die Deutschen reagieren sofort. Sie schießen Granatfeuer auf die Höfe auf der anderen Seite des Ambra, während ein Trupp von 14 Soldaten unter der Führung eines Mannschaftsdienstgrades die Höfe der Gegend durchkämmt. Nachdem sie „Palazzaccio“ erreicht haben, finden sie eine Gruppe von Zivilisten vor. Sie stellen ein Maschinengewehr auf und beginnen, nördlich von San Gusmè zu schießen, wobei sie acht Personen töten, darunter drei Kinder von jeweils 4 Monaten, 11 Monaten und 7 Jahren. Nur drei Kinder und eine Großmutter können sich retten.

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